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	<title>Domainskandal &#187; Domainskandal aktuell</title>
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	<description>Die ungerechte Vergabe von ein- und zweistelligen .de Domains</description>
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			<item>
		<title>DENIC eG &#8211; Lauter braver Genossen</title>
		<link>http://www.domainskandal.de/2009/10/31/denic-eg-lauter-braver-genossen/</link>
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		<pubDate>Sat, 31 Oct 2009 15:55:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Domainskandal aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Bundeskartellamt]]></category>
		<category><![CDATA[Catch-Pool]]></category>
		<category><![CDATA[Denic]]></category>
		<category><![CDATA[Denic Mitglieder]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Rede ist von einem Internen Dokument Ergebnisse der Einführungsphase und des RollOuts 1-,2-stelliger und numerischer Domains, was ausschließlich an stillschweigende Denic Mitglieder verschickt wurde.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>
	Einige Pleiten, Pech und Pannen, einige gro&szlig;e Gewinner, viele gro&szlig;e Verlierer. Zus&auml;tzlich zur Raffinesse einiger Denic Mitglieder, die sich durch eine a&uuml;&szlig;erst umstrittene <a href="http://www.domainskandal.de/2009/10/28/warum-die-domain-catch-pools-wettbewerbswidrig-waren/" title="Domain Catch Pool">Domain Catch-Pool</a> Bildung Wettbewerbsvorteile verschaffen haben sind nun einige brisante Informationen &uuml;ber technische Pannen bekannt geworden.</p>
<p>
	Dabei liegt die Brisanz nicht unbedingt darin, dass es &uuml;berhaupt technische Probleme gegeben hat, sondern eher in der Tatsache, dass die Denic samt ihrer braven Genossen diese Tatsachen auf biegen und brechen geheimhalten wollten. Wie es so&nbsp; unter Genossen &uuml;blich ist, man schweigt und die Benachteiligten erhalten daf&uuml;r eine &quot;finanzielle Entsch&auml;digung&quot;. Komisch, diese Beschreibung k&auml;me mir eher als Definition f&uuml;r andere Hauptw&ouml;rter in den Sinn. Eine Vetternwirtschaft k&uuml;mmert sich also um die Vergabe von .de Domains, ein so wichtiges Allgemeingut aller Deutschen.</p>
<p>
	Oops, das alles d&uuml;rfen wir doch gar nicht wissen! Wir sind doch das normale Fussvolk! Wir sollen brav zahlen und den Mund halten! Nur Pech, dass einer dieser ach so braven Denic Genossen wohl doch nicht so brav war. Irgenwie ist ein internes Papier zu Wikileaks gelangt, was es eigentlich gar nicht geben d&uuml;rfte. Die Rede ist von einem Internen Dokument <a href="http://www.domainskandal.de/wp-content/uploads/pdf/denic.pdf" title="Internes Denic Dokument">Ergebnisse der Einf&uuml;hrungsphase und des RollOuts 1-,2-stelliger und numerischer Domains</a>, was ausschlie&szlig;lich an stillschweigende Denic Mitglieder verschickt wurde.</p>
<p>
	Inzwischen kann man in einem <a href="http://www.focus.de/digital/internet/interner-denic-bericht-technische-probleme-stoerten-domain-vergabe_aid_449711.html" title="Interner Denic Bericht Technische Probleme stoerten Domain Vergabe">Bericht von Michael Friedrichs f&uuml;r Focus</a> lesen, dass die Echtheit dieses Dokuments von Frau Sabine Dolderer, Vorstand der Denic eG, best&auml;tigt wurde. Ihre Worte <strong>&bdquo;Es ist bedauerlich, dass interne Papiere an die &Ouml;ffentlichkeit gelangt sind&ldquo;</strong>, d&uuml;fte einer sehr abgemilderten Form ihrer tats&auml;chlichen Ansicht entsprechen.</p>
<p>
	Das meiste wurde bereits zu gen&uuml;ge im oben genannten Focus Artikel und im <a href="http://www.michaelfriedrichs.de/interner-denic-bericht-zur-domainvergabe-bei-wikileaks-aufgetaucht/" title="Interner Denic Bericht zur Domainvergabe bei wikileaks aufgetaucht">Blog von Autor Michael Friedrichs</a> dargelegt und braucht an dieser Stelle kaum wiederholt werden.</p>
<p>
	Es gab aber viele Denic Mitglieder, die Ihre Startpl&auml;tze erfolgsunabh&auml;ngig verkauft haben. Nun stellt sich aber die Frage, wer hat denn Geld von seinen Kunden kassiert, die entsprechenden Domains nicht bekommen, und bekommt jetzt zudem eine Ausgleichszahlung &uuml;ber die Denic?</p>
<p>
	Die Frage kann man noch weiter polemisieren:</p>
<ul>
<li>
		Wer waren die Mitglieder der Catch Pools?</li>
<li>
		Wie sind diese mit Ihren Kunden umgegangen?</li>
<li>
		Haben sie vielleicht Geld von ihren Kunden kassiert und ihr Kontingent trotzdem an eines der Catch Pools verkauft?</li>
</ul>
<p>
	Bei dieser undurchsichtigen Vetternwirtschaft neige ich dazu alles f&uuml;r m&ouml;glich zu halten. Siehe Denic Bericht Punkt 8.2.1:</p>
<blockquote>
<p>
		<strong>8.2.1 Poolbildung</strong></p>
<p>
		Einige DENIC-Mitglieder scheinen sich w&auml;hrend der Einf&uuml;hrungsphase zu Pools zusammengeschlossen zu haben, um durch Aussortieren von Dubletten den gemeinsamen Registrierungserfolg zu maximieren. Wie viele Pools es gab mit wie vielen Mitgliedern teilgenommen hatten, ist nicht bekannt.</p>
<p>
		Es kam aber vor, dass Mitglieder &uuml;ber ihre IP-Adresse Auftragsmail anderer Mitglieder schickten, genauso wie es dem Anschein nach vorkam, dass Mitglieder, zwar die eigenen Auftragssignierung nutzen, aber die Auftr&auml;ge im Vorfeld zur Erh&ouml;hung der gemeinsamen Chancen abstimmten.</p>
<p>
		Beide Vorgehensweisen sind seitens DENICs nicht grunds&auml;tzlich ausschlie&szlig;bar, da es sich um Verhaltensweisen handelt, welche im Verantwortungsbereich der jeweiligen Mitglieder liegen. Seitens DENIC wurde allerdings sichergestellt, dass nur von jedem Mitglieder nur eine von diesem mitgeteilte IP-Adresse (signiert mit dem Master-Key des Mitglieds) und nur Auftr&auml;ge, welche von einem Mitglied signiert waren, entgegen genommen wurden.</p>
<p>
		Die Anzahl von RegAccs je Mitglied spielte keine Rolle.</p>
</blockquote>
<h3>
	An das Bundeskartellamt:</h3>
<p>
	Der Denic scheint es egal zu sein, wer sich wie Vorteile geschaffen hat. Den einzelnen Genossen wohl auch, man muss doch zusammenhalten. Aber wie sieht es mit den Kunden aus? Wie sieht es mit Kunden aus, die f&uuml;r erfolgsunabh&auml;ngige Startpl&auml;tze bezahlt haben? Bringt bitte Licht ins Dunkel.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Warum die Domain Catch-Pools wettbewerbswidrig waren</title>
		<link>http://www.domainskandal.de/2009/10/28/warum-die-domain-catch-pools-wettbewerbswidrig-waren/</link>
		<comments>http://www.domainskandal.de/2009/10/28/warum-die-domain-catch-pools-wettbewerbswidrig-waren/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 28 Oct 2009 12:29:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Domainskandal aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Bundeskartellamt]]></category>
		<category><![CDATA[Catch-Pool]]></category>
		<category><![CDATA[Denic Mitglieder]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Catch Pools konnten ihre Vorteile ausspielen, indem die Registrierungslisten strategisch klug miteinander optimiert werden konnten. Ein Fallbeispiel]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>
	Die Denic ist eine Genossenschaft und besteht aus 274 Mitgliedern. Es handelt sich hierbei um eigenst&auml;ndige Firmen, die Ihre Dienste im Bereich der Domainregistrierung anbieten und somit in direkter Konkurrenz zueinander stehen. Jeder der eine .de Domain haben m&ouml;chte, muss sich an eines dieser Denic Mitglieder wenden oder an einen Anbieter, der die Dienste eines dieser Denic Mitglieder in Anspruch nimmt. Letzen Endes landen jedoch s&auml;mtliche Domainw&uuml;nsche bei einem dieser 274 Denic Mitglieder.</p>
<p>
	Anhand der festgelegten <a href="http://www.domainskandal.de/2009/10/27/die-festgelegte-vergabeprozedur/" title="Denic Vergabeprozedur">Vergabeprozedur</a> standen den einzelnen Denic Mitgliedern jeweils lediglich 4 Antr&auml;ge pro Minute zur Verf&uuml;gung. Damit sollten Sie gegeneinander um eine eher geringe <a href="http://www.domainskandal.de/2009/10/28/um-welche-domains-geht-es-ueberhaupt/" title="Um welche Domains geht es?">Anzahl Domains</a> antreten.</p>
<h3>
	So w&auml;re die Normale Vorgehensweise:</h3>
<p>
	Jeder der eine dieser Domains haben m&ouml;chte, bestellt diese direkt oder &uuml;ber seinen Provider bei einem Denic Miglied seiner Wahl. Dieser versucht ganz korrekt diese Domain f&uuml;r seinen Kunden zu bekommen und steht dabei in Konkurrenz mit weiteren 273 Firmen, die z.T. die gleiche Domain f&uuml;r andere Kunden registrieren wollen. Einer wird am Ende erfolgreich sein und reicht die Domain an seinen Kunden weiter.</p>
<h3>
	Der Ist Zustand:</h3>
<p>
	Wie auch im wirklichen Leben, trifft der Idealfall selten zu. Zum einen gibt es Kunden, die eine oder mehrere Domains &quot;unbedingt&quot; haben m&ouml;chten und versuchen diese &uuml;ber m&ouml;glichst viele Registrare zu bestellen und zum anderen wissen die meisten Denic Mitglieder, dass viele dieser Domains einen hohen Wert im sp&auml;teren Domainhandel haben werden. So entsteht eine immense Anzahl Domains, die mehrfach bestellt werden. Ich w&uuml;rde sogar behaupten, dass so gut wie alle Registrare, die die Ihren Kunden die M&ouml;glichkeit der Vorbestellung gegeben haben, am Ende jeweils identische rund 1.000 Domains auf der Liste hatten. Weitere ca. 1.830 Domains standen ebenfalls auf den Listen von sehr vielen Registraren. Sprich, die Listen der zu bestellenden Domains waren bei den meisten Denic Mitgliedern fast identisch.</p>
<h3>
	Die Bildung der Catch Pools</h3>
<p>
	Wie bereits gesagt, viele Registrare haben sofort erkannt, dass es sich hier um wertvolle Wirtschaftsg&uuml;ter handelt. Da es auch einige Denic Mitglieder gibt, die sich im Bereich Domainhandel sehr gut auskennen, sind wohl bereits am 15.10. viele Telefonleitungen hei&szlig;gelaufen. Einige Denic Mitglieder, die zudem noch technisch entsprechend ausgestattet waren, haben versucht gemeinsam mit anderen &quot;Kollegen&quot; eine erfolgsversprechende Gemeinschaft zu bilden. Einige Denic Mitglieder haben zudem Ihre Zugangsberechtigung verkauft, es gab sogar entsprechende eBay Versteigerungen, andere haben blo&szlig;e Startpl&auml;tze ohne jede Erfolgsgarantie verkauft. Die Liste l&auml;sst sich beliebig erweitern und viele Denic Mitglieder waren dabei sehr &quot;kreativ&quot;. Vieles, was sich hinter den Kulissen abgespielt hat, kann man nur erahnen.</p>
<p>
	Fakt ist, dass so ein Catch-Pool, wenn richtig verwaltet, enorme Vorteile gegen&uuml;ber allen Einzelk&auml;mpfern hat. Davon gab es mehrere: Einerseits die &quot;SEDO Partner Registrare&quot;, vermutlich 10 bis 20 Denic Mitglieder, TEC-MEDIA-SERVICE mit vermutlich 30 bis 50 Denic Mitgliedern, sowie einige kleinere.</p>
<h3>
	Warum hatten die Catch Pools Vorteile?</h3>
<p>
	Die Catch Pools konnten ihre Vorteile ausspielen, indem die Registrierungslisten strategisch klug miteinander optimiert werden konnten. Ein Fallbeispiel: W&auml;hrend fast jeder Registrar Domains wie it.de, pc.de, tv.de, t.de usw. auf der Liste hatte, und meist auch eines der vorderen Pl&auml;tze daf&uuml;r &quot;verspielt&quot; hat, brauchte beispielsweise ein 50er Pool diese Domains lediglich ein Mal zu versuchen. Alle anderen Catch-Pool Teilnehmer konnten sich auf weitere Domains konzentrieren, die die Einzelk&auml;mpfer erst mit sp&auml;teren Listenpl&auml;tzen versucht haben und dabei ebenfalls &quot;verspielt&quot; haben, da sie inzwischen vom Catch-Pool bereits bestellt waren.</p>
<p>
	Diese Ressourcen B&uuml;ndelung und Optimierung der Catch-Pools war sicherlich clever und vor allem auch effektiv, sie geschah jedoch auf dem R&uuml;cken der &quot;normalen&quot; Teilnehmer, die somit keine Chancengleichheit hatten wertvolle Domains f&uuml;r sich oder Ihre Kunden&nbsp; zu bekommen. Wenn man bedenkt, dass man normalerweise davon ausgehen kann, dass all diese Denic Mitglieder in Wettbewerb zueinander stehen, ist hier eine deutliche Wettbewerbsverzerrung zu erkennen, die durch Zusammenarbeit zwischen konkurrierenden Unternehmen zustande kommt. Dies ist&nbsp; auch eines der wichtigsten Punkte, die das Bundeskartellamt sehr genau unter die Lupe nehmen sollte.</p>
<p>
	Zudem sind die Absichten inzwischen klar nachvollziehbar. Ein Blick in die Inhaberdaten vieler Domains zeigt eine Menge Verlagerungen ins Ausland, z.T. sogar eigens f&uuml;r einzelne Domains gegr&uuml;ndete Firmen sind dabei.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Domainskandal.de geht an den Start</title>
		<link>http://www.domainskandal.de/2009/10/24/domainskandal-geht-an-den-start/</link>
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		<pubDate>Sat, 24 Oct 2009 14:29:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Domainskandal aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Denic]]></category>

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		<description><![CDATA[Der 23. Oktober 2009 war ein historischer Tag. An diesem Tag geschah sehr viel Unrecht. Ein äusserst ungerechtes Vergabeverfahren...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>
	Der 23. Oktober 2009 war ein historischer Tag</h3>
<p>
	An diesem Tag wurden die von der Denic bisher restriktiv behandelten Domains zur Registrierung freigegeben. Es handelte sich dabei um:</p>
<ul>
<li>
		Einstellige Domains</li>
<li>
		Zweistellige Domains</li>
<li>
		Nur Zahlen Domains</li>
<li>
		Domains, die anderen TLDs entsprechen</li>
<li>
		Domains, die Kfz-Kennzeichen entsprechen</li>
</ul>
<h3>
	Der 23. Oktober 2009 war ein historischer Tag</h3>
<p>
	An diesem Tag geschah sehr viel Unrecht. Ein &auml;usserst ungerechtes Vergabeverfahren lie&szlig; dubiose Machenschaften einiger Domain Registrare (Denic Mitglieder) zu und f&uuml;hrte dazu, dass einige wenige von dieser Aktion enorm profitiert haben w&auml;hrend die breite Masse keine M&ouml;glichkeit hatte, etwas dagegen zu unternehmen.</p>
<h3>
	DomainSkandal.de recherchiert und informiert.</h3>
<p>
	DomainSkandal.de hat es sich zur Aufgabe gemacht, alle verf&uuml;gbaren Informationen zu diesem Skandal zusammenzutragen, damit rechtliche Grundlagen geschaffen werden k&ouml;nnen, diese Farce r&uuml;ckg&auml;ngig zu machen und / oder gegebenfalls die Schuldigen zur Verantwortung zu ziehen.</p>
<p>
	Jede art der Mithilfe ist willkommen.</p>
<p>
	Richard Martin</p>
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